Co-Ownerschaft/Zuchtrecht

Wir geben einige unserer Hunde mit Co-Ownerschaft bzw. mit Zuchtrecht unsererseits ab. Viele Interessenten wissen nicht, was das bedeutet und wozu das gut sein soll. Deshalb diese extra Seite, damit potentielle Käufer besser wissen, worauf sie sich eventuell einlassen.

Co-Ownerschaft / Zuchtrecht bei Magyar Vizsla Welpen

Auf den Punkt gebracht und zusammengefasst: Du kaufst einen Hund und wir haben das Recht, zwei bis drei Würfe mit der Hündin zu machen bzw. den Rüden zum Decken einzusetzen.

Du bekommst deinen Magyar Vizsla Welpen günstiger, er gehört trotzdem dir und wir dürfen ihn für die Zucht „nutzen“. Dabei übernimmst du alle laufenden Kosten (ist ja auch dein Hund…). Alles, was mit der Zucht zusammenhängt, bezahlen wir (Ausstellungen, Untersuchungen, …).

Wofür ist das gut?

Es ist ganz klar: Je mehr Hunde in der Zucht sind, desto größer der Genpool für die Magyar Vizsla Zucht – was der Rasse zu Gute kommt. Außerdem kann man großzügiger selektieren und kranke Hunde viel eher aus der Zucht nehmen, wenn noch ausreichend andere Tiere verfügbar sind.

Warum machen Züchter das?

Auch hier ist die Antwort einfach: Züchter können nicht alle potentiell guten Hunde behalten. Ich z.B. habe derzeit zwei große Hunde, darunter eben unsere Lise als Magyar Vizsla-Zuchthündin. Da ich weder die Zeit habe, einen dritten Hund gut zu versorgen, noch den Platz für einen dritten großen Hund habe, kann ich nicht „auf gut Glück“ einen Hund behalten. Dazu kommt: Was wenn der Hund sich nicht für die Zucht eignet? Dann habe ich entweder einen Platz verschenkt oder muss ihn mit circa 1,5 Jahren abgeben. Wäre es da nicht viel schöner, er lebt längst in einer Familie, in der man sich voll auf ihn konzentrieren kann?

Der Ablauf…

Beim Rüden ist das relativ einfach: Er wird zum Decken eingesetzt und kann folglich innerhalb von Stunden – oder maximal weniger Tage – wieder nach Hause. Für die meisten Hunde absolut kein Thema.

Bei der Hündin sieht das natürlich etwas anders aus: Sie kommt zu Beginn der Läufigkeit her und wird rund um den 12. Tag gedeckt. Nach weiteren zwei bis drei Tagen geht sie nach Hause zurück. Sie ist also erst einmal etwa zwei Wochen wieder beim Züchter. Dann kommt sie etwa eine Woche vor der Geburt abermals dorthin und bleibt natürlich die folgenden zwei Monate nach dem Wurftag bis zur frühesten Welpenabgabe hier…

Ist das nicht schlimm für die Hündin?

Nein… Zum einen ist es sehr vermenschlicht, wenn man meint, die Hündin leidet grundsätzlich darunter. Zumindest normalerweise hat diese damit keine Probleme. Dazu kommt, dass sie immerhin die ersten prägenden Wochen bei uns verbracht hat. Sie wird sich deshalb schnell ins – ihr bekannte – Rudel integrieren.

Die Voraussetzungen

Die Co-Ownerschaft und später das Zuchtrecht für unsere Magyar Vizsla ist natürlich mit bestimmten Voraussetzungen verbunden:

  • Die Sympathie muss stimmen
  • Die Hündin darf regelmäßig zur Betreuung kommen
  • Die Hündin muss zuchttauglich sein, damit sie zur Zucht eingesetzt wird (Ausstellungen, Untersuchungen, passender Rüde, …)
  • Du hast jederzeit das Recht, die Co-Ownerschaft bzw. das Zuchtrecht zu widerrufen

Warum kann der neue Magyar Vizsla-Besitzer nicht einfach einen Wurf machen?

Natürlich stört es uns auch nicht, wenn du mit deinem neuen Familienmitglied züchten willst (mit Papieren natürlich). Wir unterstützen dich gerne, soweit wir können. Aber du musst sehen, dass das mit wirklich viel Arbeit verbunden ist:

  • Zuchtzulassung (Ausstellungen, Untersuchungen, …)
  • Wurfplanung (Wann, welcher Rüde, warum, …)
  • Interessentenbesuche für potentielle Wartelistenplätze
  • Zwingeranmeldung
  • Der Wurf selbst
  • Putzen, Waschen, Interessentenbesuche der Welpen
  • Geld kostet das ganze natürlich auch…

Letztlich…

Du hast grundsätzlich Interesse an einem unser Magyar Vizsla Welpen, den wir gerne mit Zuchtrecht abgeben wollen?

Lass‘ uns reden 😉